Zum Inhalt
Lau­fen­de Master-Studienprojekte

Win­ter­se­mes­ter 2021/22

In­te­gra­ti­on der systemischen Kritikalität in die Planung

Ver­an­stal­tung im LSF

Im Juli 2021 hat das Tiefdruckgebiet Bernd zu Starkregen und Hoch­was­ser geführt, wel­che die Schäden vergangener ‚Jahrhunderthochwasser‘ teilweise beachtlich überschreitet. So sind in den betroffenen Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz innerhalb von 24 Stunden zwi­schen 100 und 150 mm Niederschlag gefallen – der größte Teil davon innerhalb von 10 bis 18 Stunden. Die Folgen? – Kleine Bäche wurden zu reißenden Strömen und verwüsteten ganze Landstriche. Schäden an Verkehrswegen alleine übersteigen 2 Milliarden Euro, Autobahnen sind auch zwei Monate später noch gesperrt und einige Bahnstrecken wer­den auch weit über das Jahresende hinaus nicht befahrbar sein. Zusätzlich war die Strom­ver­sor­gung teilweise unterbrochen, die Telekommunikation konnte nicht sichergestellt wer­den und teilweise wurde das Trinkwasserkommunikation.

Diese kritischen In­fra­struk­turen sind die Lebensadern moderner Gesellschaften, wel­che zunehmend abhängiger wird von diesem kom­ple­xen System. Der Ausfall oder die Störung einzelner Komponenten kann aufgrund kaskadierender Effekte zu nachhaltigen Be­ein­träch­ti­gungen der Versorgungsleistungen weiterer kritischer In­fra­struk­turen führen (BMI 2009). Das Maß für die Bedeutsamkeit in Bezug auf die systeminternen Kon­se­quenzen einer kritischen Infrastruktur ist die systemische Kritikalität (ebd.).

Daten zu anderen Katastrophenfällen der ver­gang­enen Jahre bestätigen die These, dass indirekte monetäre Schäden den Wert von direkten Schäden weit übertreffen. Der Grund dafür sind kaskadierende Effekte, die sich aus Stö­run­gen von Infrastrukturnetzen und unterbrochenen Lieferketten ergeben. Als bei­spiels­weise die ICE Stre­cke zwi­schen Hannover und Berlin aufgrund eines Deichbruchs über fünf Monate im Jahr 2013 unpassierbar war, mussten 10.000 Per­so­nen- und 3.000 Güterzüge umgeleitet wer­den (Deut­sche Bahn 2014). Dies hatte zur Folge, dass es zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu 180 Minuten kam und ein Drittel der Fahrgäste ein alternatives Verkehrsmittel wählten (ebd.). So kam es neben erhöhten Energiekosten auch zu erheblichen wirt­schaft­li­chen Verlusten für die Deut­sche Bahn. Ähnliches zeichnet sich auch für die aktuelle SARS-CoV2 Pan­de­mie ab. Hier wird geschätzt, dass ins­be­son­de­re die Unterbrechungen von globalen Lieferketten (Statista 2020) global zu Verlusten zwi­schen 6,7 und 12,98 Billionen Euro führen könnten (World Economic Forum 2020).

Diese Beispiele zei­gen, dass es im Rah­men der Katastrophenvorsorge und auch in der Wiederaufbauplanung enorm wich­tig ist, sich mit systemischen Kaskadeneffekten bei Funktionsausfällen kritischer In­fra­struk­turen zu be­schäf­ti­gen. Um passgenaue Wiederaufbaustrategien (gemäß dem Slogan ‚Build Back Better‘) und Anpassungsmaßnahmen (etwa bei der Standortwahl) zu ent­wi­ckeln, sollte sich da­her mit direkten und indirekten Aus­wir­kungen von Versorgungsunterbrechungen im Infrastruktursystem auf lokaler und regionaler Ebe­ne aus­ei­nan­der­ge­setzt wer­den. Das M-Pro­jekt wird sich mit Wiederaufbaustrategien im Kreis Euskirchen be­fas­sen, welcher zu den am stärksten betroffenen Teilen Nordrhein-Westfalens zählt. Der Fokus soll auch auf die systemische Kritikalität der kritischen In­fra­struk­turen gelegt wer­den. Dabei kann auf eine bereits be­ste­hen­de enge Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen dem Kreis Euskirchen und dem IRPUD aufgebaut wer­den.


Be­treu­ungM.Sc. Philip Kruse (IRPUD), Prof. Dr. Stefan Greiving (IRPUD)

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. Von der A45 kommend, kann über die Universitätsstraße auf die Stockumer Straße abgebogen wer­den. Diese ist wiederum mit der Baroper Straße verbunden, entlang welcher sich der Cam­pus Süd erstreckt. Nimmt man die Ausfahrt der A-40 ist die Streckenführung über die Emil-Figge Straße, die Marie-Curie Allee hin zur Baroper Straße sinnvoll. Biegt man von der Baroper Straße in die Au­gust-Schmidt Straße ein hat man die Mög­lich­keit zu dem Parkplatz direkt hinter dem GB III zu gelangen.  

Der Cam­pus Süd ist über die Stockumerstraße mit den Buslinie 440 und 449 angebunden, die im 10 Minuten Takt fahren. Von der Haltestelle Am Gardenkamp ist der Cam­pus-Süd fußläufig zu erreichen, in der Nähe der Haltestelle Eichlinghofen be­fin­det sich auch die H-Bahnstation Eichlinghofen H-Bahn. Die Buslinien haben an der Haltestelle Barop Parkhaus Anbindung an die Stadtbahnlinie U42, wel­che Anbindung an den Stadtteil Dort­mund-Hombruch und die Dort­mun­der Innenstadt er­mög­licht

Von Dort­mund-Eichlinghofen ist der Cam­pus Süd über die Station Eichlinghofen H-Bahn an das H-Bahn Netz angebunden. Die Linie 1 fährt hier alle 10 Minuten, der Cam­pus Süd ist mit der Haltestelle Campüs Süd erschlossen. 
Eine Anbindung an den Cam­pus Nord erfolgt eben­falls über die H-Bahn. Die Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwi­schen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­tio­nen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.

Campuswetter

Wetter-Informationen
Zur Wetterprognose