Zum Inhalt
For­schungs­pro­jekt

BaumAdapt - Op­ti­mie­rung stadtweiter Ökosystemleistungen urbaner Baumbestände im Einklang mit der Resilienz kritischer Infrastruktur im Fokus sommerlicher Stark­wind­ereignisse und Klimaanpassung

Projektlaufzeit: Januar 2018 bis Mai 2020


Das Projektziel besteht darin, unter Be­rück­sich­ti­gung der Vulnerabilität der kri­tischen Infrastruktur konkrete Clusterempfehlungen für die Ent­wick­lung der Resilienz urbaner Baumbestände zu generieren. Damit soll ein möglichst hohes risikofreies Niveau hinsichtlich der er­for­der­lichen Ökosystemleistungen mit konkreten Umsetzungsvorschlägen im urbanen Baumbestand der Stadt Essen im Angesicht des Kli­ma­wan­dels er­ar­bei­tet und anhand von Versuchspiloten in Um­set­zung gebracht wer­den. Es handelt es sich um ein durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Naturschutz und nukleare Si­cher­heit gefördertes Pro­jekt zur För­de­rung von Maß­nahmen zur Anpassung an den Kli­ma­wan­del. Es wird in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stadt Essen durch­ge­führt.

Die Stadt Essen erlebte mit ELA An­fang Juni 2014 den bislang heftigsten Sommerorkan seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut dem ersten Erfahrungsbericht wurden große Teile des urbanen Baumbestandes be­schä­digt, als der Sturm die Stadt mit bisher ungekannter Stärke traf. Dadurch ist deutlich geworden, dass die Verletzbarkeit der Baumbestände zu einer Be­ein­träch­ti­gung oder so­gar ei­nem vollständigen Erliegen der städ­ti­schen Infrastruktur mit erheblichen Risiken für die betroffenen Men­schen führen kann. Mit Blick auf den Kli­ma­wan­del und damit voraus­sicht­lich zusammenhängenden häufigeren und intensiveren sommerlichen Starkwindereignissen ist auch im Be­reich urbaner Forstwirtschaft eine Überprüfung, Op­ti­mie­rung bzw. Klimaanpassung dringend geboten. Dazu kann zu­nächst aus den ver­gang­enen Ereignissen durch ent­spre­chende Analysen gelernt wer­den, um darauf aufbauend Konzepte für eine sukzessive Um­set­zung zu er­ar­bei­ten, die letztlich einerseits die Er­hö­hung der Resilienz zu solchen Ereignissen im Fokus hat, aber gleichzeitig na­tür­lich auf eine Op­ti­mie­rung sämtlicher Ökosystemdienstleistungen urbaner Bäume mit Blick auf den Kli­ma­wan­del abzielen muss.

Vor dem Hintergrund des Sommerorkans ELA mit seinen gravierenden Aus­wir­kungen auf den Baumbestand der Stadt Essen dient das Pro­jekt zu­nächst der nachträglichen Analyse der quantitativen Veränderung in Ab­hän­gig­keit von Windrichtung, Stadtstrukturen, Wald- und Stadtbaumbestandstrukturen und Orographie für den ge­sam­ten urbanen Stadtbaumbestand im Eigentum der Stadt Essen mit 1750 Ha Wald und rund 230.000 Stadtbäumen im grünen Infrastruktur­vermögen von Straßen, Bil­dungs­ein­richt­ungen, Grünflächen und sons­ti­gen Liegenschaften. Es wird erwartet, dass sich aus der Analyse eine Clusterung vergleichbarer Strukturen und Schadstufen ableiten lässt.

Parallel wird die systemische Kritikalität der städ­ti­schen In­fra­struk­turen un­ter­sucht und analysiert, woraus weiterführend ein stadtweites Kritikalitätsranking erstellt wird. In­fra­struk­turen wer­den dann als „kritisch“ bezeichnet, wenn sie für die Funktionsfähigkeit moderner Gesellschaften von we­sent­li­cher Be­deu­tung sind und ihr Ausfall oder ih­re Be­ein­träch­ti­gung anhaltende Stö­run­gen im Gesamtsystem zur Folge hat. Auf dieser Grundlage wer­den in Ver­bin­dung mit den Erkenntnissen der Winddynamik und ihrer Auswirkung auf Bäume Simulations­berechnungen für Sturmszenarien mit ver­schie­de­nen standortgerechten Wald- und Stadtbaumbestandstrukturen in vergleichbaren Risikostrukturen durch­ge­führt. Die Aus­wir­kungen hinsichtlich der Veränderungen der Ökosystemleistungen wer­den hierbei jeweils eben­falls qua­li­fi­ziert und konkrete Handlungs­empfehlungen ab­ge­lei­tet. Das Pro­jekt lässt eine hohe Übertragbarkeit für andere Kommunen erwarten, wodurch das Risikobewusstsein gegenüber Sturmereignissen erhöht wer­den kann.

Gefördert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Naturschutz und nukleare Si­cher­heit auf­grund eines Beschlusses des Deut­schen Bundestages.
För­der­pro­gramm För­de­rung von Maß­nahmen zur Anpassung an den Kli­ma­wan­del
Förderschwerpunkt Kommunale Leucht­turm­vorhaben sowie Auf­bau von lokalen und regionalen Kooperationen (Förderschwerpunkt 3)
Förderkennzeichen 03DAS121B
Weitere In­for­ma­ti­onen zur För­de­rung

Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Naturschutz und nukleare Si­cher­heit
Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesell­schaft (ZUG)

Pro­jekt­part­ner Stadt Essen

An­sprech­part­ner*innen

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. Von der A45 kommend, kann über die Universitätsstraße auf die Stockumer Straße abgebogen wer­den. Diese ist wiederum mit der Baroper Straße verbunden, entlang welcher sich der Cam­pus Süd erstreckt. Nimmt man die Ausfahrt der A-40 ist die Streckenführung über die Emil-Figge Straße, die Marie-Curie Allee hin zur Baroper Straße sinnvoll. Biegt man von der Baroper Straße in die Au­gust-Schmidt Straße ein hat man die Mög­lich­keit zu dem Parkplatz direkt hinter dem GB III zu gelangen.  

Der Cam­pus Süd ist über die Stockumerstraße mit den Buslinie 440 und 449 angebunden, die im 10 Minuten Takt fahren. Von der Haltestelle Am Gardenkamp ist der Cam­pus-Süd fußläufig zu er­rei­chen, in der Nähe der Haltestelle Eichlinghofen be­fin­det sich auch die H-Bahnstation Eichlinghofen H-Bahn. Die Buslinien haben an der Haltestelle Barop Parkhaus Anbindung an die Stadtbahnlinie U42, wel­che Anbindung an den Stadtteil Dort­mund-Hombruch und die Dort­mun­der Innenstadt er­mög­licht

Von Dort­mund-Eichlinghofen ist der Cam­pus Süd über die Station Eichlinghofen H-Bahn an das H-Bahn Netz angebunden. Die Linie 1 fährt hier alle 10 Minuten, der Cam­pus Süd ist mit der Haltestelle Campüs Süd erschlossen. 
Eine Anbindung an den Cam­pus Nord erfolgt eben­falls über die H-Bahn. Die Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwi­schen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd.

Vom Flughafen Dort­mund aus ge­lan­gt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu er­rei­chen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.

Campuswetter

Wetter-Informationen
Zur Wetterprognose