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Winter term 20/21

Kurzfristig zu viel, langfristig zu wenig - Wie Stadtplanung zum Umgang mit Starkregen und Trockenheit beitragen kann (DIGITAL)

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Der Klimawandel sorgt für zunehmende Extremwetterereignisse mit Starkniederschläge und langanhaltenden Trockenperioden. Diese können nicht nur erhebliche Schäden an Infrastruktur und Gebäuden anrichten, sondern stellen auch eine Gefahr für Menschenleben dar. Städtisch geprägte Regionen sind von den Auswirkungen solcher Extremwetterereignisse besonders betroffen. Einerseits leben dort besonders viele Menschen und andererseits verschärfen der hohe Versiegelungsgrad und die dichte Bebauung die Intensität von urbanen Überflutungen und Trockenheit (vgl. BBSR 2015).

Das Jahr 2018 dürfte dabei in Deutschland allseits als das erste Dürrejahr einer neuen Dürreperiode in Erinnerung bleiben, war doch der Sommer der zweitwärmste und zweittrockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (vgl. Website DWD 2018). Die ausbleibenden Niederschläge und zugleich überdurchschnittlich hohen Temperaturen führten deutschlandweit zu einer Verknappung des Gutes Wasser, was in örtlichen Einschränkungen der Trinkwasserversorgung mündete (vgl. Deutscher Bundestag 2019: 3; Website tagesschau 2019). Und diese Auswirkungen stellen ggf. erst den Auftakt einer neuen, langanhaltenden Dürreperiode dar, waren doch auch die Jahre 2019 und 2020 von unterdurchschnittlichen Niederschlägen geprägt.

Zugleich häufen sich Berichte über Starkregenereignisse, die zu massiven Schäden in Städten führen und demzufolge auch wirtschaftlich eine relevante Größe einnehmen. Beispielsweise ereigneten sich in den Jahren 2013 und 2014 gleich mehrere Stark­regen­ereignisse, die u. a. in den Städten Münster und Braunsbach zu Schäden in Millionenhöhe und dem Verlust von Menschenleben führten.

Aber welche Folgen haben die Extremwetterereignisse konkret für Städte? Was macht diese den Extremwetterereignissen gegenüber verwundbar? Und welche Anpassungsoptionen gibt es und wie lassen sich diese passgenau umsetzen?

Am Beispiel der Stadt Dortmund wird sich das A-Projekt 04 mit ebendieser Thematik auseinander­setzen und aufzeigen, welchen Beitrag die Stadtplanung dazu leisten kann, Städte und Gemeinden an die Herausforderungen von zu viel und zu wenig Wasser anzupassen. Hierzu wird die Projektgruppe u. a. systematisch bestehende konzeptionelle Ansätze (u. a. Schwammstadt-Prinzip, wassersensible Stadtentwicklung, dezentrale Niederschlagwasserbewirtschaftung und den Stellenwert von ‚Blau-Grüner Infrastruktur‘) untersuchen und unter Einbeziehung (internationaler) Praxis­beispiele geeignete Maßnahmen zur Anpassung für ein ausgewähltes Quartier entwickeln.

Betreuung: Tanja Schnittfinke (IRPUD), Philip Kruse (IRPUD)

Resilient Upgrading of Informal Settlements: Linking climate risk and land-use planning (DIGITAL)

Event in LSF

Well-known as a supermarket of catastrophes, especially, climate-related hazards, Philippine ranked as the 2nd place of the country who suffer the most from climate risk in 2018 published by Germanwatch ( Eckstein et al., 2020). Climate-related hazard often put more difficulties on top of the existing hardship of the deeply urban poor in the largest and fast-growing in the country like Metro Manila. In 2011, the National Housing Authority estimated that nearly 600,000 Informal Settler Families (ISFs) are living in Metro Manila or 1 out of every 4 Metro Manila residents, depending on informal housing. Approximately, 19 per cent of those families are occupying areas identified as danger zones such as railroad tracks, garbage dump sites, canals, rivers and creeks and other flood-prone areas (Senate of the Philippines, 2016). Many of them also live in houses made of light and fragile materials which may easily be wiped away by flood or storm. Lacking land ownership, inadequate access to lifeline infrastructure and high socio-economic vulnerability are key factors driving urban poor no choice but stay in a dangerous area. When relocation or retreat to a safer area is usually not possible in both economic and livelihood point of view, upgrading could be a solution in enhancing the capacity of the informal settlers to cope and to adapt to the foresee climate-risk. Nevertheless, what is resilient upgrading and how to realize it with actionable measures are universal questions. However, their narrative and elaboration are diverse and unique from place to place and highly depend on a specific time frame.

The aim the F-Project is, therefore, to debate on resilient upgrading of informal settlements in Metro Manila, Philippine, through decoding lessons learnt of the existing upgrading projects and exploring variable community-based solutions in building climate-resilient upgrading for informal settlements. Based on systematic scientific evidence, geo-spatial analysis, virtual excursion of the case study areas, (remote) experts interviews, simulation of the participatory process (but not limited to) shall be introduced to scrutinize multifaceted of research problems in both overall land-use policy and settlements planning perspective. Importantly, the F-Project potentially goes hand in hand with the prospect R&D phase of a BMBF-funded research project at IRPUD, Linking disaster risk governance and land-use planning: the case of informal settlements in hazard-prone areas in The Philippines (LIRLAP).

Support: Wiriya Puntub (IRPUD)

Summer term 2020

Auswirkungen und Potenziale von Mikroapartments

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Die Situation auf den Wohnungsmärkten deutscher Großstädte ist angespannt, Flächen für neue Bauvorhaben werden knapp, bezahlbarer Wohnraum ist vielerorts Mangelware. Es erscheinen zunehmend neue ‘Immobilienprodukte‘ auf der Bildfläche. Hierbei groß im Trend: Die Thematik des Mikrowohnens (vgl. Hein 2019).

Mikroapartments als Mietvariante des flächenreduzierten Wohnens werden mitunter als „exzellente Ergänzung des Wohnungsmarktes für viele Metropolen und Hochschulstädte“ (Engelhardt & Kaljic 2017:87) bezeichnet. Durch kleinere Wohneinheiten kann vorhandenes Bauland maximal genutzt und demnach ein Beitrag zur Wohnraumversorgung in urbanen Lagen geleistet werden (vgl. Iglesias 2014: 4). Die vollmöblierten und häufig mit Serviceleistungen verknüpften Wohneinheiten zu Pauschalmieten versprechen ein „einziehen und losleben“ (GBI AG 2017). Für diesen Komfort werden jedoch teilweise hohe Quadratmetermieten aufgerufen. Überdies stellen die Mikroapartmentanlagen einen nicht unerheblichen Eingriff in die Strukturen des Bestandsquartiers dar (vgl. Hein 2019).

Betreuung: Lisa Faulenbach (IRPUD)
Beratung: Simon Hein (extern)

Sicherstellung der Wasserversorgung während langanhaltender Trockenperioden

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Das Jahr 2018 dürfte in Deutschland gemeinhin als ‚das Dürrejahr‘ in Erinnerung bleiben, war doch der Sommer der zweitwärmste und zweittrockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (vgl. Website DWD 2018). Die ausbleibenden Niederschläge und zugleich überdurchschnittlich hohen Temperaturen führten deutschlandweit zu einer Verknappung des Gutes Wasser: Ausgetrocknete Böden verursachten Ernteausfälle, niedrige Flusspegelstände schränkten die Binnenschifffahrt ein, sodass es zu Lieferengpässen in verschiedenen Wirtschaftssektoren kam, und lokal führte die Wasserknappheit sogar zu Einschränkungen der Trinkwasserversorgung (vgl. BMI 2018: 3; Website tagesschau 2019).

Bisher standen langanhaltende Trocken- und Hitzeperioden und insbesondere daraus resultierende Einschränkungen der Wasserversorgung kaum im Fokus von Planungspraxis und -forschung. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels ist jedoch anzunehmen, „dass Dürrereignisse in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine möglicherweise häufiger vorkommende Herausforderung für Deutschland darstellen könnten“ (BMI 2018: 3).

Betreuung: Hanna Schmitt (IRPUD); Christina Gollmann (IRPUD)

Winter term 19/20

Build back better - Resilience retreat strategy for disaster risks mitigation: German and in­ter­na­tio­nal comparative perspectives

Event in LSF

The traditional planning approach tries to spatially separate hazards and vulnerable land-uses. However, this approach is not applied in those coun­tries where the law or “rational” plans do not fit the urbanisation reality of population agglomeration and rapid development. In particular, in developing coun­tries where informal settlement development often takes place in hazard zones. Unfortunately, here (traditional) spatial planning contributes to the risk – mainly in the global cities of the South, whose population and urban area expand far more rapidly than what cities in “industrialised” coun­tries experienced in the past. However, nowadays the traditional planning approach is also questioned in industrialised coun­tries. Here the current settlement patterns are the results of a long-lasting development over many centuries. Historically, the expansion of settlements took place along rivers and coastlines that were used for transportation and energy production. In consequence, a considerable amount of today’s built-up areas in Germany is threatened by floods or storm surges. The fact, that primarily already built-up areas are at risk lowers the effectiveness of keeping hazard prone areas free of (further) development as a traditional risk mitigation strategy.
The Sendai Framework of Action emphasises this issue in its Priority 4 where it calls for “[e]nhancing disaster preparedness for effective response and to ’Build Back Better’ in recovery, rehabilitation and reconstruction” (UN ISDR 2015). Retreat as a development opportunity in adjusting spatial patterns, diverging urban growth, reducing risks in pre- and post-disasters, achieving urban resilience and ‘Build Back Better’ is undervalued. This is substantially due to lacking of empirical evidence regarding disaster mitigation concepts that integrate a spatial planning perspectives. At the same time, little is known about similarities and differences of approaches and tools of retreat. Comparative empirical studies and context-specific lessons learnt are scarce and often focus on small island states and/or the individual household level. Consequently, retreat from hazard prone areas and upgrading of specifically susceptible structures located in these areas, become globally more and more im­por­tant as strategic approaches for increasing resilience through spatial planning. Moreover, transformation change of urban development due to implementing various retreat strategies and vice versa are also overlooked.
Based on the given background, the M-Projekt will conduct an empirical investigation of different spatial planning based resilience retreat strategies in both industrialised coun­tries (German case(s)) and the developing world. As well as, the individual case will also demonstrate the application of integrated spatial planning (both formal and informal) instruments for enhancing disaster risk resilience in different contexts of the world.

Be­treu­ung: Prof. Dr. Stefan Greiving (IRPUD); Wiriya Puntub (IRPUD)

Summer term 2019

Sturmfluten in Küstengebieten

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Sturmfluten an Küsten sind Naturereignisse, die in unregelmäßigen Abständen mit unterschiedlicher Intensität auf­tre­ten (Jensen et al., 2006). Die deutsche Nordseeküste war in der Ver­gan­gen­heit bereits häufiger von schweren Sturmfluten be­trof­fen, mit teils katastrophalen Folgen. Zuletzt führte der Orkan Xaver im De­zem­ber 2013 zu Rekordwasserständen (Sävert, 2015).

Der Hochwasserschutz ist in Küstengebieten oftmals von existenzieller Be­deu­tung (Jensen et al., 2006). Bislang liegt das Hauptaugenmerk dabei vor allem auf der Sicherung und Erweiterung von Küstenschutzanlagen. Im Falle ihres Versagens sind die Schadensausmaße beträchtlich – hinter den Deichen befinden sich nicht selten dicht besiedelte Bereiche mit teils verwundbaren Nutzungen. Die Raum­pla­nung besitzt die Kom­pe­tenz Einfluss auf zukünftige Raumnutzungen zu nehmen und kann somit die räumliche Verteilung von Schadenpotenzialen lenken und Raumnutzungskonflikte mi­ni­mie­ren (BMVI, 2017). Hinsichtlich der Hoch­wasser­vorsorge stellen der klimawandelbedingte Meeresspiegelanstieg und die Zunahme von Extremwetterereignissen die Raum­pla­nung bereits jetzt vor neue He­raus­for­de­run­gen (IPCC, 2014).

Wie kann dem zunehmenden Überflutungsrisiko für tiefliegende Küstengebiete begegnet wer­den? Welche Maß­nahmen, Instrumente und Strategiepapiere des Küstenschutzes existieren bereits und was sind deren Problemlösungsbeiträge? Und schließlich: Welchen Rolle bzw. welchen Stellenwert nimmt die Raum­pla­nung im Küstenschutz ein?

Anhand der Stadt Bremen – die durch die tidebeeinflusste Weser sturmflutgefährdet und auf wirksamen Küstenschutz angewiesen ist – wird sich das Studierendenprojekt A 10 der räumlichen Planung im Küstenraum zuwenden. Ziel ist es hierbei, Handlungserfordernisse sowie Kom­pe­ten­zen der Raum­pla­nung offenzulegen und erste Überlegungen anzustellen wie es gelingen kann Hochwasserrisiken raumplanerisch zu reduzieren.


Be­treu­ung: Lisa Faulenbach (IRPUD)
Be­ra­tung: Christina Gollmann (IRPUD)

Was heißt hier eigentlich kritisch? - Zum raumplanerischen Umgang mit kritischen Infrastrukturen in Deutschland und der Schweiz

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Mehr denn je ist die heutige Gesellschaft von technischen Systemen abhängig. „Strom‐ und Wasserversorgung, Informations‐ und Kommunikationstechnik als auch der Personennahverkehr gelten als die ‚Nervensysteme‘ moderner Städte“ (Website Technische Universität Darmstadt 2018). An ihr reibungsloses Funktionieren und die Versorgung mit Dienstleistungen ist die Gesellschaft gewöhnt; entsprechend verheerend sind die Konsequenzen, die ein Ausfall solcher kritischen Infrastruktursysteme für Zivilgesellschaft, Unternehmen und Staat mit sich bringt (Riegel 2015: 1).

Die Thematik der kritischen Infrastrukturen, kurz KRITIS, hat auch in das Raumordnungsgesetz Einzug erhalten. So heißt es in § 2 Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 ROG vage: „Dem Schutz kritischer Infrastrukturen ist Rechnung zu tragen.“ Was aber verbirgt sich genau hinter dem Begriff ‚kritische Infrastrukturen‘ und was tut die Raumplanung bereits heute um diesen ‘Rechnung zu tragen‘?

Ziel des Studierendenprojekts F10 ist es, eine systematische Erhebung des Status quo zum Umgang mit kritischen Infrastrukturen in Deutschland durchzuführen und Licht in die hochaktuelle KRITIS-Debatte zu bringen: Welche Strategiepapiere und praktischen Handlungskonzepte bestehen bereits? Wie gestaltet sich der rechtliche und instrumentelle Handlungsrahmen? Wer sind die zentralen Akteure und welche Rolle spielt die Raumplanung im Akteursgeflecht? Dazu soll das Projekt seinen Blick auch über administrative Grenzen und das System der räumlichen Planung Deutschlands hinaus auf ausgewählte Nachbarländer, insb. die Schweiz richten und Strategien und Ansätze identifizieren, von denen Deutschland lernen kann.


Be­treu­ung: Hanna Schmitt (IRPUD)

Winter term 18/19

Sturmfluten in Küstengebieten

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Sturmfluten an Küsten sind Naturereignisse, die in unregelmäßigen Abständen mit unterschiedlicher Intensität auftreten (Jensen et al., 2006). Die deutsche Nordseeküste war in der Vergangenheit bereits häufiger von schweren Sturmfluten betroffen, mit teils katastrophalen Folgen. Zuletzt führte der Orkan Xaver im Dezember 2013 zu Rekordwasserständen (Sävert, 2015).

Der Hochwasserschutz ist in Küstengebieten oftmals von existenzieller Bedeutung (Jensen et al., 2006). Bislang liegt das Hauptaugenmerk dabei vor allem auf der Sicherung und Erweiterung von Küstenschutzanlagen. Im Falle ihres Versagens sind die Schadensausmaße beträchtlich – hinter den Deichen befinden sich nicht selten dicht besiedelte Bereiche mit teils verwundbaren Nutzungen. Die Raumplanung besitzt die Kompetenz Einfluss auf zukünftige Raumnutzungen zu nehmen und kann somit die räumliche Verteilung von Schadenpotenzialen lenken und Raumnutzungskonflikte minimieren (BMVI, 2017). Hinsichtlich der Hochwasservorsorge stellen der klimawandelbedingte Meeresspiegelanstieg und die Zunahme von Extremwetterereignissen die Raumplanung bereits jetzt vor neue Herausforderungen (IPCC, 2014).

Wie kann dem zunehmenden Überflutungsrisiko für tiefliegende Küstengebiete begegnet werden? Welche Maßnahmen, Instrumente und Strategiepapiere des Küstenschutzes existieren bereits und was sind deren Problemlösungsbeiträge? Und schließlich: Welchen Rolle bzw. welchen Stellenwert nimmt die Raumplanung im Küstenschutz ein?

Anhand der Stadt Bremen – die durch die tidebeeinflusste Weser sturmflutgefährdet und auf wirksamen Küstenschutz angewiesen ist – wird sich das Studierendenprojekt A 10 der räumlichen Planung im Küstenraum zuwenden. Ziel ist es hierbei, Handlungserfordernisse sowie Kompetenzen der Raumplanung offenzulegen und erste Überlegungen anzustellen wie es gelingen kann Hochwasserrisiken raumplanerisch zu reduzieren.


Betreuung: Lisa Faulenbach (IRPUD)
Beratung: Christina Gollmann (IRPUD)

Was heißt hier eigentlich kritisch? - Zum raumplanerischen Umgang mit kritischen Infrastrukturen in Deutschland und der Schweiz

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Mehr denn je ist die heutige Gesellschaft von technischen Systemen abhängig. „Strom‐ und Wasserversorgung, Informations‐ und Kommunikationstechnik als auch der Personennahverkehr gelten als die ‚Nervensysteme‘ moderner Städte“ (Website Technische Universität Darmstadt 2018). An ihr reibungsloses Funktionieren und die Versorgung mit Dienstleistungen ist die Gesellschaft gewöhnt; entsprechend verheerend sind die Konsequenzen, die ein Ausfall solcher kritischen Infrastruktursysteme für Zivilgesellschaft, Unternehmen und Staat mit sich bringt (Riegel 2015: 1).

Die Thematik der kritischen Infrastrukturen, kurz KRITIS, hat auch in das Raumordnungsgesetz Einzug erhalten. So heißt es in § 2 Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 ROG vage: „Dem Schutz kritischer Infrastrukturen ist Rechnung zu tragen.“ Was aber verbirgt sich genau hinter dem Begriff ‚kritische Infrastrukturen‘ und was tut die Raumplanung bereits heute um diesen ‘Rechnung zu tragen‘?

Ziel des Studierendenprojekts F10 ist es, eine systematische Erhebung des Status quo zum Umgang mit kritischen Infrastrukturen in Deutschland durchzuführen und Licht in die hochaktuelle KRITIS-Debatte zu bringen: Welche Strategiepapiere und praktischen Handlungskonzepte bestehen bereits? Wie gestaltet sich der rechtliche und instrumentelle Handlungsrahmen? Wer sind die zentralen Akteure und welche Rolle spielt die Raumplanung im Akteursgeflecht? Dazu soll das Projekt seinen Blick auch über administrative Grenzen und das System der räumlichen Planung Deutschlands hinaus auf ausgewählte Nachbarländer, insb. die Schweiz richten und Strategien und Ansätze identifizieren, von denen Deutschland lernen kann.
 

Betreuung: Hanna Schmitt (IRPUD)
Beratung: Thomas Pütz (extern)

Summer term 2018

Umgang mit Extremwetterereignissen in der Raumplanung

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Starkregenereignisse haben in den letzten Jahren zu enormen Schäden in deutschen Städten geführt. Allein das Starkregenereignis Quintia, das im Sommer 2014 die Straßen der historischen Altstadt Münster (NRW) überflutete, richtete Schäden in Millionenhöhe an. Die Raumplanung, die durch ihre Entscheidungen zur Flächennutzung die räumliche Verteilung von Schadenspotenzialen bestimmt, befindet sich derzeit noch ganz am Anfang der Auseinandersetzung mit solchen Extremwetterereignissen. Aufgrund des Klimawandels wird die Eintrittshäufigkeit und Intensität extremer Starkregenereignisse in Zukunft voraussichtlich weiter zunehmen (IPCC, 2014), was das Handlungserfordernis seitens der Raumplanung zunehmend dringlicher macht. Welche Rolle die Raumplanungsforschung und -praxis im Umgang mit extremen Starkregenereignissen jedoch einnehmen kann und sollte, wurde bisher nicht abschließend diskutiert.

Das Studierendenprojekt A11 soll einen Beitrag zur aktuellen Debatte über Kompetenzen und Restriktionen der Raumplanung im Umgang mit Starkregenereignissen leisten. Für die Kleinstadt Olfen (Kreis Coesfeld, NRW), die in der Vergangenheit schwere Schäden durch Extremwetterereignisse erlebte, sollen Erkenntnisse aus den vergangenen Ereignissen generiert und vor dem Hintergrund von gewonnenem Grundlagenwissen und aktuellen Forschungsprojekten reflektiert werden. Ziel ist es, Lessons to be Learned aus vergangenen Ereignissen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten der Raumplanung aufzuzeigen.

Betreuung: Hanna Schmitt (IRPUD)
Beratung: Christopher Schmalenbeck (extern)

Von wandernden Bäumen zu reiner Luft: Wie kann (temporäres) Grün die Luftqualität in Bottrop verbessern?

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Städte werden fortlaufend vor Herausforderungen gestellt, mit denen sie umgehen müssen um den in ihnen lebenden Menschen ein gesundes Umfeld bieten zu können. Zu diesen Herausforderungen zählt auch die Luftverschmutzung, die, trotz der in den letzten 50 Jahren erzielten Erfolge auf diesem Gebiet, weiterhin die wichtigste Umweltgefahr für die menschliche Gesundheit darstellt.

Mit den Möglichkeiten die Luftqualität in europäischen Städten zu verbessern beschäftigt sich das durch die EU geförderte Forschungsprojekt iSCAPE (Improving the Smart Control of Air Pollution in Europe). Im Rahmen des Projekts werden in sechs Fallstudienstädten (Dublin, Guilford, Vantaa, Hasselt, Bologna/ Lazzaretto und Bottrop) verschiedene Ansätze auf ihre Wirksamkeit getestet und eine integrierte Strategie zur Kontrolle der Luftqualität in europäischen Städten entwickelt.

In diesem Zusammenhang soll in der deutschen Fallstudienstadt Bottrop ein Reallabor durchgeführt werden, das die Planung und Durchführung einer „Wanderbaumallee“ begleiten soll. Wanderbäume sind mobile Bäume, die die Straßen der Stadt temporär begrünen und es ermöglichen die Vor- und Nachteile einer dauerhaften Begrünung für die Bürgerinnen und Bürger vorab erfahrbar zu machen. Dies beinhaltet im Rahmen des Projekts vor allem die Auswirkungen der Bäume auf die lokale Luftqualität.

Das F-Projekt 09 soll die Durchführung des Reallabors in Bottrop ab Herbst 2017 wissenschaftlich begleiten und die Stadt Bottrop bei der Durchführung von Bürger-Veranstaltungen und der Planung und Durchführung der Wanderbaum-Aktion unterstützen. Zudem sollen die realen Auswirkungen der Wanderbäume auf die lokale Luftqualität mit Hilfe von Messgeräten untersucht werden.

Um von den Erfahrungen des bereits seit 1992 laufenden Wanderbaumallee-Projekts des Green City e.V. in München zu profitieren, ist eine Exkursion nach München angedacht, die voraussichtlich in der November-Exkursionswoche (20.-24. November 2017) stattfinden soll. Für die Reise ist mit Kosten von ca. 300€ zu rechnen, wobei dir Kosten abhängig von der gewählten Unterkunft sind.

Weitere Informationen zum iSCAPE-Projekt: www.iscapeproject.eu

Betreuung: Christina Gollmann (IRPUD)
Beratung: Carina Christian (extern)

Winter term 17/18

Umgang mit Extremwetterereignissen in der Raumplanung

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Starkregenereignisse haben in den letzten Jahren zu enormen Schäden in deutschen Städten geführt. Allein das Starkregenereignis Quintia, das im Sommer 2014 die Straßen der historischen Altstadt Münster (NRW) überflutete, richtete Schäden in Millionenhöhe an. Die Raumplanung, die durch ihre Entscheidungen zur Flächennutzung die räumliche Verteilung von Schadenspotenzialen bestimmt, befindet sich derzeit noch ganz am Anfang der Auseinandersetzung mit solchen Extremwetterereignissen. Aufgrund des Klimawandels wird die Eintrittshäufigkeit und Intensität extremer Starkregenereignisse in Zukunft voraussichtlich weiter zunehmen (IPCC, 2014), was das Handlungserfordernis seitens der Raumplanung zunehmend dringlicher macht. Welche Rolle die Raumplanungsforschung und -praxis im Umgang mit extremen Starkregenereignissen jedoch einnehmen kann und sollte, wurde bisher nicht abschließend diskutiert.

Das Studierendenprojekt A11 soll einen Beitrag zur aktuellen Debatte über Kompetenzen und Restriktionen der Raumplanung im Umgang mit Starkregenereignissen leisten. Für die Kleinstadt Olfen (Kreis Coesfeld, NRW), die in der Vergangenheit schwere Schäden durch Extremwetterereignisse erlebte, sollen Erkenntnisse aus den vergangenen Ereignissen generiert und vor dem Hintergrund von gewonnenem Grundlagenwissen und aktuellen Forschungsprojekten reflektiert werden. Ziel ist es, Lessons to be Learned aus vergangenen Ereignissen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten der Raumplanung aufzuzeigen.

Betreuung: Hanna Schmitt (IRPUD)
Beratung: Christopher Schmalenbeck (extern)

Von wandernden Bäumen zu reiner Luft: Wie kann (temporäres) Grün die Luftqualität in Bottrop verbessern?

(only available in German)

Veranstaltung im LSF

Städte werden fortlaufend vor Herausforderungen gestellt, mit denen sie umgehen müssen um den in ihnen lebenden Menschen ein gesundes Umfeld bieten zu können. Zu diesen Herausforderungen zählt auch die Luftverschmutzung, die, trotz der in den letzten 50 Jahren erzielten Erfolge auf diesem Gebiet, weiterhin die wichtigste Umweltgefahr für die menschliche Gesundheit darstellt.

Mit den Möglichkeiten die Luftqualität in europäischen Städten zu verbessern beschäftigt sich das durch die EU geförderte Forschungsprojekt iSCAPE (Improving the Smart Control of Air Pollution in Europe). Im Rahmen des Projekts werden in sechs Fallstudienstädten (Dublin, Guilford, Vantaa, Hasselt, Bologna/ Lazzaretto und Bottrop) verschiedene Ansätze auf ihre Wirksamkeit getestet und eine integrierte Strategie zur Kontrolle der Luftqualität in europäischen Städten entwickelt.

In diesem Zusammenhang soll in der deutschen Fallstudienstadt Bottrop ein Reallabor durchgeführt werden, das die Planung und Durchführung einer „Wanderbaumallee“ begleiten soll. Wanderbäume sind mobile Bäume, die die Straßen der Stadt temporär begrünen und es ermöglichen die Vor- und Nachteile einer dauerhaften Begrünung für die Bürgerinnen und Bürger vorab erfahrbar zu machen. Dies beinhaltet im Rahmen des Projekts vor allem die Auswirkungen der Bäume auf die lokale Luftqualität.

Das F-Projekt 09 soll die Durchführung des Reallabors in Bottrop ab Herbst 2017 wissenschaftlich begleiten und die Stadt Bottrop bei der Durchführung von Bürger-Veranstaltungen und der Planung und Durchführung der Wanderbaum-Aktion unterstützen. Zudem sollen die realen Auswirkungen der Wanderbäume auf die lokale Luftqualität mit Hilfe von Messgeräten untersucht werden.

Um von den Erfahrungen des bereits seit 1992 laufenden Wanderbaumallee-Projekts des Green City e.V. in München zu profitieren, ist eine Exkursion nach München angedacht, die voraussichtlich in der November-Exkursionswoche (20.-24. November 2017) stattfinden soll. Für die Reise ist mit Kosten von ca. 300€ zu rechnen, wobei dir Kosten abhängig von der gewählten Unterkunft sind.

Weitere Informationen zum iSCAPE-Projekt: www.iscapeproject.eu

Betreuung: Nadine Mägdefrau (IRPUD)
Beratung: Carina Christian (extern)

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Location & approach

The TU Dort­mund campus is located near the Dort­mund West interchange, where the A45 Sauerland line crosses the B1/A40 Ruhr expressway. The Dort­mund-Eichlinghofen exit on the A45 leads to the South Campus, the Dort­mund-Dorstfeld exit on the A40 leads to the North Campus. Coming from the A45, you can turn onto Stockumer Straße via Universitätsstraße. This in turn is connected to Baroper Straße, along which Campus South extends. If you take the exit of the A-40, the route via Emil-Figge Straße, Marie-Curie Allee to Baroper Straße makes sense. If you turn from Baroper Straße into August-Schmidt Straße, you have the possibility to reach the parking lot directly behind the GB III.

The South Campus is connected via Stockumerstraße by bus lines 440 and 449, which run every 10 minutes. Campus South can be reached on foot from the Am Gardenkamp stop, and the Eichlinghofen H-Bahn station is also located near the Eichlinghofen stop. The bus lines connect to the U42 light rail line at the Barop Parkhaus stop, which provides connections to the Dort­mund-Hombruch district and Dort­mund downtown. 

From Dort­mund-Eichlinghofen, the South Campus is connected to the H-Bahn network via the Eichlinghofen H-Bahn station. Line 1 runs here every 10 minutes, and the South Campus is served by the Campus Süd stop. 
A connection to Campus North is also provided via the H-Bahn. Line 2 shuttles between Campus North and Campus South every 5 minutes.

The AirportExpress is a fast and convenient means of transport from Dort­mund Airport (DTM) to Dort­mund Central Station, taking you there in little more than 20 minutes. From Dort­mund Central Station, you can continue to the uni­ver­si­ty campus by interurban railway (S-Bahn). A larger range of in­ter­na­tio­nal flight connections is offered at Düsseldorf Airport (DUS), which is about 60 kilometres away and can be directly reached by S-Bahn from the uni­ver­si­ty station.

The facilities of TU Dort­mund University are spread over two campuses, the larger Campus North and the smaller Campus South. Additionally, some areas of the uni­ver­si­ty are located in the adjacent “Technologiepark”.

Site Map of TU Dort­mund University (Second Page in English).

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