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Nachlese

Lange nicht mehr so viel gewohnt … Aus­wir­kungen von COVID-19 auf Woh­nen, Quartier und Stadt­entwicklung

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  • Ko­ope­ra­ti­on Woh­nen und Stadt
  • Wohnungspolitisches Kolloquium (WoPoKo)
Referent*innen des Wohnungspolitischen Kolloquiums 2021 in Webex © IRPUD​/​TU Dort­mund
Referent*innen des Wohnungspolitischen Kolloquiums 2021 in Webex

Im Rah­men der Ko­ope­ra­ti­on mit der NRW.BANK fand das Wohnungs­politische Kolloquium 2021 am 09. Juni 2021 erneut di­gi­tal statt.

Das Wohnungs­politische Kolloquium 2021 fand am 09. Juni 2021 erneut di­gi­tal statt. Mit der 14. Edition des Kolloquiums wurde die langjährige Zu­sam­men­arbeit zwischen der NRW.BANK und dem IRPUD an der Fa­kul­tät Raum­pla­nung der TU Dort­mund er­folg­reich fortgeführt. Im Rah­men der Ver­an­stal­tung zu den Aus­wir­kungen von COVID-19 auf die Wohnungsmärkte wurden Wirkungen der Pan­de­mie aus soziologischer, immobilienwirtschaftlicher, demografischer und raumplanerischer Perspektive betrachtet und analysiert. Diese multiperspektivische Betrachtung des Themas war intendiert, da COVID-19 in fast allen ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen mit Bezug auf das Woh­nen Wirkungen zeigt. Rund 165 Ex­per­tin­nen und Experten aus Politik und Ver­wal­tung, Wis­sen­schaft, Wohnungswirtschaft und zahl­rei­chen anderen Institutionen meldeten sich zum Kolloquium an, auch Stu­die­ren­de zeigten ein reges In­te­res­se­ am The­ma.

Erwartungsgemäß wurde schnell deutlich, dass abschließende Beurteilungen der Wirkungen der Pan­de­mie auf die Wohnungsmärkte der­zeit noch nicht getroffen wer­den kön­nen. Festgestellt wurde jedoch, dass die Wohnungsmärkte der Pan­de­mie bisher sehr robust gegenüberstanden und kaum Schaden genommen haben. Als Grund dafür wurde u. a. die Geld- bzw. Fiskalpolitik der Bun­des­re­gie­rung genannt, die die Haushalte fi­nan­zi­ell stützte. Genommen wurde den Haushalten jedoch das immaterielle „gemeinsame Leben“ als Zwischenbereich des öf­fent­lichen und pri­va­ten Lebens. Diese in diesem Zwischenbereich vorhandenen „Gemeinschaftsräume“ bieten eine „Hintergrundsicherheit“ indem sie vergewissern, dass „wir in einer ge­mein­samen Welt leben“. Damit vermitteln sie zwischen den in Pandemiezeiten viel diskutierten The­men „Schutz“ und „Freiheit“. In diesem Zu­sam­men­hang wurde eine Revision städtebaulicher Prämissen, hin zu Räumen, die das „gemeinsame Leben“ auch in schwierigen Zeiten wie der Pan­de­mie besser er­mög­li­chen, eingefordert. Diese „Mikroheimat“, wie immer sie der­zeit gestaltet ist, wird auch in Zeiten der Pan­de­mie nicht so einfach aufgegeben. Eine kurzfristige Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse, z. B. der Umzug in eher ländliche Gebiete, muss ein Haushalt sich auch leisten kön­nen – finanzielle, arbeitsplatzbedingte und auf den zukünftigen Lebensentwurf bezogene Gründe spielen hier eine wesentliche Rolle. So war das Binnenwanderungsverhalten über Jahrzehnte hinweg sehr stabil und wies ein stetiges Auf und Ab bei den präferierten Zielgebieten auf. Derzeit verlieren ins­be­son­de­re die kreisfreien Großstädte und ge­win­nen die länd­li­chen Kreise, wobei diese Ent­wick­lung nicht zweifelsfrei als eine Wirkung der COVID-19-Pan­de­mie identifiziert wer­den kann. Insbesondere die Preisentwicklung auf den Wohnungsmärkten wie auch die Wohnbaulandverfügbarkeit führen dazu, dass der­zeit der 2. Ring um die kreisfreien Großstädte eine Art Boom erlebt. COVID-19 wird hier als eine Art Trendverstärker angesehen. Betont wurde jedoch auch, dass es große regionale Un­ter­schie­de in den Ent­wick­lungen gibt, auf die geachtet wer­den muss. So ist es auch bei den von der Pan­de­mie Betroffenen; kon­kret wurde die Situation der Wohnungslosen in der COVID-19-Pan­de­mie angesprochen. Per­so­nen ohne Wohnung kön­nen sich kaum oder nur sehr schlecht vor einer Pan­de­mie schützen und sind somit be­son­ders vulnerabel. Ein Blick auf Bremen und auf das angelsächsische Ausland zeigte, dass auch in Zeiten der Pan­de­mie Programme und Projekte (z. B. „housing first“-Ansätze) ent­wickelt wer­den kön­nen, die dazu beitragen, Wohnungslose nach­hal­tig in den regulären Wohnungs­markt zu in­te­grie­ren – und durch den vorhandenen Handlungsdruck z. T. so­gar wesentlich schneller als in pandemiefreien Zeiten. The­men des Kolloquiums waren auch der pandemische Alltag und die wahrgenommenen Veränderungen in der familiären (Ar­beits-)Organisation und auf Quartiersebene. Letzteren fehlt es bislang weitestgehend an kleinräumiger empirischer Evidenz. Themenübergreifend wurde immer wieder die Fra­ge gestellt, ob im Wohnkontext eine schnelle Reaktion auf COVID-19 letztendlich nicht ins­be­son­de­re eine Option für einkommensstärkere Haushalte darstellt und diese dann möglicherweise die sozioökonomische Segregation in den Stadtregionen ver­stärkt.  

Vor diesem kom­ple­xen Hintergrund setzte sich das Kolloquium das Ziel, aus un­ter­schied­lichen fach­li­chen Per­spek­tiven gebündelt Wirkungen und He­raus­for­de­run­gen von COVID-19 auf das Woh­nen, die Quartiere und die Stadt­entwicklung zu iden­ti­fi­zie­ren und zukunftsorientiert einzuschätzen. Konkrete Beispiele, wie z. B. zur Ver­sor­gung der Wohnungslosen in Pandemiezeiten, konn­ten zudem Hinweise und Anreize für das eigene Handeln in den Kommunen bieten. Gleichwohl wird, auch das wurde deutlich, das The­ma der Wirkungen der COVID-19-Pan­de­mie auf das Woh­nen, die Quartiere und die Stadt­entwicklung die ge­sell­schaft­li­chen Akteure noch lange be­schäf­ti­gen.

Titelbild des Wohnungspolitischen Kolloquiums 2021 © Sina Hilgers​/​IRPUD
Titelbild des Wohnungspolitischen Kolloquiums 2021

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Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. Von der A45 kommend, kann über die Universitätsstraße auf die Stockumer Straße abgebogen wer­den. Diese ist wiederum mit der Baroper Straße verbunden, entlang welcher sich der Cam­pus Süd erstreckt. Nimmt man die Ausfahrt der A-40 ist die Streckenführung über die Emil-Figge Straße, die Marie-Curie Allee hin zur Baroper Straße sinnvoll. Biegt man von der Baroper Straße in die Au­gust-Schmidt Straße ein hat man die Mög­lich­keit zu dem Parkplatz direkt hinter dem GB III zu gelangen.  

Der Cam­pus Süd ist über die Stockumerstraße mit den Buslinie 440 und 449 angebunden, die im 10 Minuten Takt fahren. Von der Haltestelle Am Gardenkamp ist der Cam­pus-Süd fußläufig zu erreichen, in der Nähe der Haltestelle Eichlinghofen befindet sich auch die H-Bahnstation Eichlinghofen H-Bahn. Die Buslinien haben an der Haltestelle Barop Parkhaus Anbindung an die Stadtbahnlinie U42, wel­che Anbindung an den Stadtteil Dort­mund-Hombruch und die Dort­mun­der Innenstadt er­mög­licht

Von Dort­mund-Eichlinghofen ist der Cam­pus Süd über die Station Eichlinghofen H-Bahn an das H-Bahn Netz angebunden. Die Linie 1 fährt hier alle 10 Minuten, der Cam­pus Süd ist mit der Haltestelle Campüs Süd erschlossen. 
Eine Anbindung an den Cam­pus Nord erfolgt eben­falls über die H-Bahn. Die Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd.

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